Dirndltaler Wissensbasis (Projekt)

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Ausgangssituation

Die Naturausstattung des Pielachtales ist durch ihren Reichtum und ihre Abgeschlossenheit eine wichtige ökologische und touristische Ressource. Die Halbkulturpflanze Dirndl steht stellvertretend für die Doppelfunktion zwischen Natur- und Kulturlandschaft und ist eine Metapher für die durch nachhaltige Bewirtschaftung gesteuerte Traditionslandschaft. Das Verständnis für die Schönheiten und Eigenheiten der Dirndltaler Kulturlandschaft, ihre „Herzeigbarkeit“ hängt neben guten Vermittlungsschienen auch in hohem Maße von einem abgerundeten Gesamtbild ab, das auf gesichertem Wissen bestehen muss.

Neben der Markenprofilierung als „Tal der Dirndln“ hat es sich das Pielachtal in seiner Talstrategie auch zum Ziel gesetzt, nachhaltigste Region in Niederösterreich zu werden. Eine für alle Bevölkerungsschichten verständliche Aufbereitung der Nachhaltigkeitsthemen der Region fehlt jedoch bisher.

Der Aufbau einer regionalen, kollektiven und offenen Wissensplattform mit dem Arbeitstitel „Dirndltaler Wissensbasis“ soll daher einerseits das vorhandene naturrelevante Wissen sowie regionale Nachhaltigkeits-Themen zusammentragen, fehlende Grundlageninformationen erheben und allgemeinverständlich aufbereiten, andererseits in einer Reihe von traditionellen Vermittlungsangeboten (Broschüren, Info-Veranstaltung, Info-Tafeln) der Bevölkerung zugänglich machen.

Recherchen

Das zerstreute sektorale Wissen zu talrelevanten Themen wurde durch Literatur-Recherchen sowie durch Befragung „regionaler Experten“ aufgespürt, geordnet und aufbereitet. Botanische und ökologische Grundlagen über den Dirndlstrauch sowie anerkannte Bewertungsmodelle für Nachhaltigkeit bilden die fachliche Grundlage.

Bestandeserhebungen

Ein Eckpfeiler der Dirndltaler Wissensbasis ist die Verortung und Beschreibung von regionalen Besonderheiten speziell der Vorkommen des Dirndlstrauchs. In diesem Feld lagen bisher die wahrscheinlich größten Wissens- und Forschungsdefizite.

Die Dirndl-Bestandeserhebungen erfolgen durch Pielachtaler Naturführer in Form normierter Kartierungen unter Zuhilfenahme von GPS-Geräten. Das exakte Festhalten der Koordinaten von Dirndlpflanzen und –beständen ermöglicht im Rahmen der Auswertungen einfache und zugleich anschauliche Kartendarstellungen. Um auch Aussagen über Größe, Zustand und Beerntbarkeit der Sträucher treffen zu können, werden eigens erstellte Kartierungsformulare herangezogen.

Wikis

Als Drehscheibe für diese Wissenssammlung wurde eine regionale Wiki-Farm eingesetzt werden, also ein Netzwerk von einzelnen, miteinander verlinkten Themen-Wikis. Ein Wiki ist die softwaremäßige Umsetzung eines Hyperlink-Systems, bei dem mehrere Benutzer gemeinsam und gleichzeitig das jeweilige Sachwissen in das System einpflegen, strukturiert darstellen und jederzeit den aktuellsten Informationsstand abrufen können.

In einer ersten Ausbaustufe besteht die Wiki-Farm aus den beiden Themenwikis zu den Sektoren Dirndl (als Galionsfigur für den Talraum) und Nachhaltigkeit (dargestellt an regionalen Beispielen).

Öffentlichkeitsarbeit

Wikis stellen eine sehr flexible und dynamische Form der Inhaltsvermittlung dar, kommen aber aufgrund traditioneller Lesegewohnheiten nicht an die Unmittelbarkeit und physische Konkretheit von Printmedien heran. Um zu vermeiden, dass die regionalen Wikis nur wenigen Insidern vorbehalten bleiben, ist es erforderlich zur Öffentlichkeitsarbeit auf traditionelle Medien zurückzugreifen. So wurden im Zuge dieses Projektes eine Themenbroschüre, ein Newsletter, ein Roll-up für Veranstaltungen sowie eine Serie von Informationstafeln erstellt. Die Broschüre "Das Dirndltal - eine Region auf nachhaltigen Pfaden" erhalten Sie im Regionalbüro Pielachtal oder bei Mostviertel Tourismus.

Links

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