Holz (C. mas): Unterschied zwischen den Versionen
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Die Namen Hartriegel und dogwood weisen bereits auf die außerordentlichen technologischen Eigenschaften des Dirndlholzes hin. Während die Wortbestandteile Hart und Riegel selbsterklärend sind, ist das englische Wort dogwood erst verständlich, wenn man die Bedeutung von "dog" in der Handwerkssprache kennt. Dort bedeutet es eine Klinke, Raste, Spannzange, Bankhaken oder Klaue, die eine Bewegung (z.B. eines Werkstücks) verhindert. Es leitet sich von dem Metapher eines Hundes ab, der sich unlösbar in einen Gegenstand verbissen hat.<ref>[http://en.wikipedia.org/wiki/Dog_%28engineering%29 dog - englische Wikipedia]. </ref>Solche Spannzangen mussten aus besonders hartem, aber auch bruchfestem Holz bestehen. [[Bild:Benchdog.jpg|250px|right]] | Die Namen Hartriegel und dogwood weisen bereits auf die außerordentlichen technologischen Eigenschaften des Dirndlholzes hin. Während die Wortbestandteile Hart und Riegel selbsterklärend sind, ist das englische Wort dogwood erst verständlich, wenn man die Bedeutung von "dog" in der Handwerkssprache kennt. Dort bedeutet es eine Klinke, Raste, Spannzange, Bankhaken oder Klaue, die eine Bewegung (z.B. eines Werkstücks) verhindert. Es leitet sich von dem Metapher eines Hundes ab, der sich unlösbar in einen Gegenstand verbissen hat.<ref>[http://en.wikipedia.org/wiki/Dog_%28engineering%29 dog - englische Wikipedia]. </ref>Solche Spannzangen mussten aus besonders hartem, aber auch bruchfestem Holz bestehen. [[Bild:Benchdog.jpg|250px|right]] | ||
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| + | Die Markstrahlen sind heterogen, ein- bis dreireihig und verschieden hoch. | ||
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Version vom 29. Dezember 2008, 01:06 Uhr
Namen
Die Namen Hartriegel und dogwood weisen bereits auf die außerordentlichen technologischen Eigenschaften des Dirndlholzes hin. Während die Wortbestandteile Hart und Riegel selbsterklärend sind, ist das englische Wort dogwood erst verständlich, wenn man die Bedeutung von "dog" in der Handwerkssprache kennt. Dort bedeutet es eine Klinke, Raste, Spannzange, Bankhaken oder Klaue, die eine Bewegung (z.B. eines Werkstücks) verhindert. Es leitet sich von dem Metapher eines Hundes ab, der sich unlösbar in einen Gegenstand verbissen hat.<ref>dog - englische Wikipedia. </ref>Solche Spannzangen mussten aus besonders hartem, aber auch bruchfestem Holz bestehen.
Makroskopisches Bild
Splint rötlichweiß, Kern dunkelrotbraun, scharf abgegrenzt. Jahrringgrenzen am Hirnholz undeutlich und verwaschen. Cornus mas ist wie auch alle anderen Hartriegel-Arten zerstreutporig, die Poren sind erst unter der Lupe erkennbar. Das Holz hat zahlreiche, sehr feine Markstrahlen.
Im Längsschnitt ist das Holz matt und im Kern mit gerade noch erkennbaren weißlichen Nadelrissen versehen (Lupe). Im Radialschnitt sind ahornartige Spiegel erkennbar. <ref>Schmidt, E.: Mikrophotographischer Atlas der mitteleuropäischen Hölzer. 1941</ref>
Mikroskopisches Bild
Gefäße eng (Durchmesser 60µ), im Jahresverlauf an Größe abnehmend und locker verteilt (bis 50 Gefäße/mm²). Hoftüpfel in horizontalen Reihen. <ref>Schmidt, E.: Mikrophotographischer Atlas der mitteleuropäischen Hölzer. 1941</ref>
Die Markstrahlen sind heterogen, ein- bis dreireihig und verschieden hoch.
Tangentialschnitt
Radialschnitt
Nutzung
Traditionell wurde Dirndlholz für schwer beanspruchte Werkzeuge und Bestandteile von hölzernen Maschinen verwendet (Spaltkeile, Zahnräder, Rechenzähne etc.). Heute wird Dirndlholz noch für Schmuck, Knöpfe und Ziergegenstände verwendet. Einer der bekanntesten Dirndlholz-Schmuckhersteller ist Bertl Groiss.
Man wendet es zu kleinen Kamm=Zähnen in den Mühlen an, zu Axt=Helmen, Hammer=Stielen und Stielen allerley schneidender Instrumente; auch, wie es in der Türkey noch weit üblicher ist, zu Messer=Heften, Pieken, Stangen, Spießen und Säbel=Griffen. Wegen seiner Härte macht man auch die besten hölzernen Nägel davon.<ref>Krünitz, D.J.G: Oekonomische Encyklopädie. Bd.46, 1789</ref>
Quellen
<references/>