Dirndl-Inhaltsstoffe: Unterschied zwischen den Versionen

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Dirndlinhaltsstoffe
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==Dirndlinhaltsstoffe==
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[[Bild:Dirndl reif 4.jpg|350px|right|reife Dirndln am Strauch]]
  
Bisher sind nur wenige pharmakologisch und biochemische Details der Dirndln (Cornus mas) bekannt, obwohl dieses Wildobst seit der Antike bekannt ist und man seit Langem gesicherte Daten über Heilwirkungen hat:
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Bisher sind nur wenige pharmakologisch und biochemische Details der [[Dirndl]]n (Cornus mas) bekannt, obwohl dieses Wildobst seit der Antike bekannt ist und man seit Langem gesicherte  
Cornus mas ist in der Heilkunde unter dem Drogennamen „Fructus corni“ bekannt. Interessanterweise wurde vor allem immer die Frucht verwendet, obwohl auch in Blättern, Blüten und der Rinde Wirkstoffe enthalten sind. Namen wie „Ruhrkirsche“ und „Ruhrbeerenstrauch“ deuten auf  Nutzung der Pflanze vor allem als Mittel gegen die früher so gefürchtete „Rote Ruhr“ hin, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Das heißt, bereits unsere Vorfahren erkannten, dass diese Pflanze antibakterielle Wirkstoffe enthält, die aber bis heute noch nicht voll analysiert worden sind.
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Daten über Heilwirkungen:<br>
Aber auch andere Wirkungen wurden beobachtet, wie z.B. adstringierende Eigenschaften und stopfende Wirkung bei Durchfällen. Auch gegen Übelkeit wurden Fruchtsaucen gerne verwendet. Beerenauszüge – auch in Wein – helfen bei Magenbeschwerden und Nierensteinen und Bäder aus Rinde, Holz und Blättern sind gut gegen Gicht.
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Cornus mas ist in der Heilkunde unter dem Drogennamen „Fructus corni“ bekannt. Interessanterweise wurde vor allem immer die Frucht verwendet, obwohl auch in Blättern, [[ Blüte (Dirndl)|Blüten]] und der Rinde Wirkstoffe enthalten sind. Namen wie „Ruhrkirsche“ und „Ruhrbeerenstrauch“ deuten auf  Nutzung der Pflanze vor allem als Mittel gegen die früher so gefürchtete „Rote Ruhr“ hin, die durch Bakterien hervorgerufen wird.  
Geröstete Kerne enthalten teilweise wasserlösliche, nach Vanille schmeckende und duftende Substanzen. Das sind Ligninbausteine, die aus derivatisierten Aromaten bestehen. Einige von ihnen wirken entzündungs- und tumorhemmend im Darm. Pulverisierte geröstete Kerne ergeben einen optimalen Kaffeezusatz. Der Vanilletouch des berühmten Alt-Wiener Kaffees kommt davon.
 
  
Es wurden aber auch andere Wirkstoffe gefunden:
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Das heißt, bereits unsere Vorfahren erkannten, dass diese Pflanze '''antibakterielle Wirkstoffe''' enthält, die aber bis heute noch nicht voll analysiert worden sind.
  
In den Blättern:
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Aber auch andere Wirkungen wurden beobachtet, wie z.B. '''adstringierende Eigenschaften''' und '''stopfende Wirkung bei Durchfällen'''.
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Auch gegen Übelkeit wurden Fruchtsaucen gerne verwendet. Beerenauszüge – auch in Wein – helfen bei Magenbeschwerden und Nierensteinen und Bäder aus Rinde, Holz und Blättern sind gut gegen Gicht.
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Geröstete Kerne enthalten teilweise wasserlösliche, nach Vanille schmeckende und duftende Substanzen. Das sind Ligninbausteine, die aus derivatisierten Aromaten bestehen. Einige von ihnen wirken entzündungs- und tumorhemmend im Darm. Pulverisierte geröstete Kerne ergeben einen optimalen Kaffeezusatz. <br>
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Der Vanilletouch des berühmten '''Alt-Wiener Kaffee'''s kommt davon.
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==Weitere Dirndl-Wirkstoffe==
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Es wurden aber auch andere Wirkstoffe in der Dirndl gefunden:<br>
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'''In den [[Blätter_(C._mas)| Dirndl-Blättern]]''':
 
* Campherol, Ellagsäure, Gallussäure, Procyanidin, Quercetin, Rutin
 
* Campherol, Ellagsäure, Gallussäure, Procyanidin, Quercetin, Rutin
  
In den Blüten:
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'''In den Dirndl-Blüten:'''
 
* Ellagsäure, Gallussäure, Rutin, Stearinsäure, Tannin, Ursolsäure
 
* Ellagsäure, Gallussäure, Rutin, Stearinsäure, Tannin, Ursolsäure
  
In den Früchten:
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'''In den Dirndl-Früchten:'''<br>
Elainsäure, Fruchtsäuren (vor allem Äpfelsäure), Zucker (vor allem Glucose und Fructose),Vitamine (vor allem Vitamin C), Schleimstoffe, Gerbstoffe, Fruchtester, Antioxidantien: (z.B. die Anthocyane, das sind Farbstoffe, die zur Vitamin P Gruppe zählen). Sie wirken als Schutzfaktoren bei Entzündungen und Verletzungen der Schleimhäute und Blutgefäße, besonders bei Gastritis und Krampfadern. Die Früchte enthalten nur wenig Pektin.
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Elainsäure, Fruchtsäuren (vor allem Äpfelsäure), Zucker (vor allem Glucose und Fructose),Vitamine (vor allem Vitamin C), Schleimstoffe, Gerbstoffe, Fruchtester, Antioxidantien: (z.B. die Anthocyane, das sind Farbstoffe, die zur Vitamin P Gruppe zählen). Diese wirken als Schutzfaktoren bei Entzündungen und Verletzungen der Schleimhäute und Blutgefäße, besonders bei Gastritis und Krampfadern.  
• In den Kernen: Spaltprodukte von Lignin (Entzündungshemmer im Darmtrakt), Linolsäure, Linolensäure
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Die [[:st:Dirndlfrucht|Dirndlfrüchte]] enthalten nur wenig Pektin.
  
Zusätzliche Wirkungen der oben angeführten Substanzen:
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'''In den [[:st:Dirndlkerne|Dirndl-Kernen]]:'''<br>
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Spaltprodukte von Lignin (Entzündungshemmer im Darmtrakt), Linolsäure, Linolensäure
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==Zusätzliche Wirkungen==
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der oben angeführten Substanzen:
  
 
Außer den diversen Heilwirkungen gibt es aber noch zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten für Cornus mas:
 
Außer den diversen Heilwirkungen gibt es aber noch zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten für Cornus mas:
Vollreife Früchte:
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'''Vollreife Früchte:'''
 
* vitaminreiche Rohkost
 
* vitaminreiche Rohkost
 
* als Tiefkühlprodukte verarbeitbar (Früchte, Mus, …)
 
* als Tiefkühlprodukte verarbeitbar (Früchte, Mus, …)
 
* Trockenprodukte
 
* Trockenprodukte
* Säfte, Süßmost
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* [[:st:Dirndlsaft|Säfte]], Süßmost
 
* Liköre, Wein
 
* Liköre, Wein
* Schnaps
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* [[:st:Dirndlschnaps|Dirndlschnaps]]
* in Alkohol eingelegte Früchte
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* [[:st:Dirndlrumtopf|in Alkohol eingelegte Früchte]]
 
* in Essig eingelegte Früchte
 
* in Essig eingelegte Früchte
* Dirndl-„Oliven“
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* [[:st:Dirndloliven|Dirndl-„Oliven“]]
 
* Sirup, Gelee, Konfitüre (hier sind Pektinzusätze nötig)
 
* Sirup, Gelee, Konfitüre (hier sind Pektinzusätze nötig)
 
* Mischfruchtmarmeladen mit säurearmen Früchten wie Apfel, Birne, Zwetschke, Holler, Melone, Kürbis, …
 
* Mischfruchtmarmeladen mit säurearmen Früchten wie Apfel, Birne, Zwetschke, Holler, Melone, Kürbis, …
  
Aus gerösteten pulverisierten Kernen:
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'''Aus gerösteten pulverisierten Kernen:'''<br>
 
Kaffeezusatz (verbessert den Geschmack, reduziert die Wirkung der Kaffeereizstoffe (z.B. Chlorogensäure)
 
Kaffeezusatz (verbessert den Geschmack, reduziert die Wirkung der Kaffeereizstoffe (z.B. Chlorogensäure)
  
Text: Prof Fritz Pittner
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Text: [[:st:Pittner, F.|Prof. Dr Fritz Pittner]]
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[[Kategorie: Inhaltsstoffe (Dirndl)]]

Aktuelle Version vom 4. August 2012, 16:10 Uhr

Dirndlinhaltsstoffe

Bisher sind nur wenige pharmakologisch und biochemische Details der Dirndln (Cornus mas) bekannt, obwohl dieses Wildobst seit der Antike bekannt ist und man seit Langem gesicherte Daten über Heilwirkungen:
Cornus mas ist in der Heilkunde unter dem Drogennamen „Fructus corni“ bekannt. Interessanterweise wurde vor allem immer die Frucht verwendet, obwohl auch in Blättern, Blüten und der Rinde Wirkstoffe enthalten sind. Namen wie „Ruhrkirsche“ und „Ruhrbeerenstrauch“ deuten auf Nutzung der Pflanze vor allem als Mittel gegen die früher so gefürchtete „Rote Ruhr“ hin, die durch Bakterien hervorgerufen wird.

Das heißt, bereits unsere Vorfahren erkannten, dass diese Pflanze antibakterielle Wirkstoffe enthält, die aber bis heute noch nicht voll analysiert worden sind.

Aber auch andere Wirkungen wurden beobachtet, wie z.B. adstringierende Eigenschaften und stopfende Wirkung bei Durchfällen.

Auch gegen Übelkeit wurden Fruchtsaucen gerne verwendet. Beerenauszüge – auch in Wein – helfen bei Magenbeschwerden und Nierensteinen und Bäder aus Rinde, Holz und Blättern sind gut gegen Gicht.

Geröstete Kerne enthalten teilweise wasserlösliche, nach Vanille schmeckende und duftende Substanzen. Das sind Ligninbausteine, die aus derivatisierten Aromaten bestehen. Einige von ihnen wirken entzündungs- und tumorhemmend im Darm. Pulverisierte geröstete Kerne ergeben einen optimalen Kaffeezusatz.

Der Vanilletouch des berühmten Alt-Wiener Kaffees kommt davon.

Weitere Dirndl-Wirkstoffe

Es wurden aber auch andere Wirkstoffe in der Dirndl gefunden:

In den Dirndl-Blättern:

  • Campherol, Ellagsäure, Gallussäure, Procyanidin, Quercetin, Rutin

In den Dirndl-Blüten:

  • Ellagsäure, Gallussäure, Rutin, Stearinsäure, Tannin, Ursolsäure

In den Dirndl-Früchten:
Elainsäure, Fruchtsäuren (vor allem Äpfelsäure), Zucker (vor allem Glucose und Fructose),Vitamine (vor allem Vitamin C), Schleimstoffe, Gerbstoffe, Fruchtester, Antioxidantien: (z.B. die Anthocyane, das sind Farbstoffe, die zur Vitamin P Gruppe zählen). Diese wirken als Schutzfaktoren bei Entzündungen und Verletzungen der Schleimhäute und Blutgefäße, besonders bei Gastritis und Krampfadern. Die Dirndlfrüchte enthalten nur wenig Pektin.

In den Dirndl-Kernen:
Spaltprodukte von Lignin (Entzündungshemmer im Darmtrakt), Linolsäure, Linolensäure

Zusätzliche Wirkungen

der oben angeführten Substanzen:

Außer den diversen Heilwirkungen gibt es aber noch zusätzliche Verwendungsmöglichkeiten für Cornus mas: Vollreife Früchte:

  • vitaminreiche Rohkost
  • als Tiefkühlprodukte verarbeitbar (Früchte, Mus, …)
  • Trockenprodukte
  • Säfte, Süßmost
  • Liköre, Wein
  • Dirndlschnaps
  • in Alkohol eingelegte Früchte
  • in Essig eingelegte Früchte
  • Dirndl-„Oliven“
  • Sirup, Gelee, Konfitüre (hier sind Pektinzusätze nötig)
  • Mischfruchtmarmeladen mit säurearmen Früchten wie Apfel, Birne, Zwetschke, Holler, Melone, Kürbis, …

Aus gerösteten pulverisierten Kernen:
Kaffeezusatz (verbessert den Geschmack, reduziert die Wirkung der Kaffeereizstoffe (z.B. Chlorogensäure)

Text: Prof. Dr Fritz Pittner