Edelbrände: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Ein Edelbrand ist ein Destillat, das aus 100% reinen Früchten hergestellt wird. Dazu wird das reife Obst handverlesen eingemaischt. Das bedeutet, dass die Früchte in einen luftdicht verschließbaren Behälter gefüllt werden, wo der Fruchtzucker zu Alkohol vergärt. Die "fertige" Maische wird erhitzt, sodass der Alkohol verdampft. Dieser Dampf wird durch ein Rohr geführt in dem er abkühlt und als "Rohbrand" in ein Gefäß gefüllt werden kann. Heute wird fast ausschließlich nur noch mit Wasserbadbrennereien gearbeitet, da ansonsten die Maische anbrennen kann, was zu minderer Qualität führt. | ||
| + | Der hergestellte Rohbrand wird noch ein zweites Mal zum sogennannten Feinbrand destilliert. Bei diesem Vorgang werden der sehr starke "Vorlauf" und der zu schwache "Nachlauf" vom Mittellauf, dem endgültigen Edelbrand getrennt. | ||
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| + | So wie im gesamten Mostviertel werden auch im Pielachtal vorwiegend Zwetschken und Birnen gebrannt. Bekannt ist das Pielachtal allerdings für die vielen Spezialitäten, die aus Wildfrüchten oder auch aus alten traditionellen Kulturobstsorten gebrannt werden, wie etwa den Vogelbeeren, den Kriecherln oder den Seiberln. | ||
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| − | + | Eine Besonderheit unter den Wildobstbränden stellt der Dirndlbrand dar. Die aufwändige Ernte der kleinen [[Frucht (C. mas)|Früchte]] machen ihn zu einer Rarität. Im Pielachtal hat der Dirndlbrand eine lange Tradition und gilt als wahre Medizin. Im Jahr 1994 erreichte die Pielachtaler Edelbrandgemeinschaft, dass der [[Pielachtaler Dirndlbrand|"Original Pielachtaler Dirndlbrand"]] österreichweit zu einer geschützten Marke erklärt worden ist. | |
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Version vom 14. Juni 2010, 15:05 Uhr
Ein Edelbrand ist ein Destillat, das aus 100% reinen Früchten hergestellt wird. Dazu wird das reife Obst handverlesen eingemaischt. Das bedeutet, dass die Früchte in einen luftdicht verschließbaren Behälter gefüllt werden, wo der Fruchtzucker zu Alkohol vergärt. Die "fertige" Maische wird erhitzt, sodass der Alkohol verdampft. Dieser Dampf wird durch ein Rohr geführt in dem er abkühlt und als "Rohbrand" in ein Gefäß gefüllt werden kann. Heute wird fast ausschließlich nur noch mit Wasserbadbrennereien gearbeitet, da ansonsten die Maische anbrennen kann, was zu minderer Qualität führt. Der hergestellte Rohbrand wird noch ein zweites Mal zum sogennannten Feinbrand destilliert. Bei diesem Vorgang werden der sehr starke "Vorlauf" und der zu schwache "Nachlauf" vom Mittellauf, dem endgültigen Edelbrand getrennt.
Pielachtaler Edelbrände
So wie im gesamten Mostviertel werden auch im Pielachtal vorwiegend Zwetschken und Birnen gebrannt. Bekannt ist das Pielachtal allerdings für die vielen Spezialitäten, die aus Wildfrüchten oder auch aus alten traditionellen Kulturobstsorten gebrannt werden, wie etwa den Vogelbeeren, den Kriecherln oder den Seiberln.
Dirndlbrand
Eine Besonderheit unter den Wildobstbränden stellt der Dirndlbrand dar. Die aufwändige Ernte der kleinen Früchte machen ihn zu einer Rarität. Im Pielachtal hat der Dirndlbrand eine lange Tradition und gilt als wahre Medizin. Im Jahr 1994 erreichte die Pielachtaler Edelbrandgemeinschaft, dass der "Original Pielachtaler Dirndlbrand" österreichweit zu einer geschützten Marke erklärt worden ist.